"Der Tod, das schrecklichste aller Übel, ist für uns Nichts:

Solange wir da sind, ist er nicht da,

 wenn er da ist, sind wir nicht mehr."

Epikur

Lore Wehner, Empathische Trauerarbeit. Vielfalt der professionellen Trauerarbeit in der Praxis. Springer, 2014, 194 S., Eur 30,80 (Softcover), Eur 22,99 (eBook)

Es erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und doch habe ich zuvor noch kein Buch entdeckt, das so viele Facetten des Abschiednehmens, des Sterbens, des Loslassens mit solcher Tiefe und Wärme anhand vieler Fallbeispiele vereint.

Inhalte des Buches sind: Trauerbegleitung von Sterbenden und Angehörigen, Kommunikation mit Sterbenden, Trauerarbeit im kulturellen Kontext, Trauerarbeit in geriatrischen Einrichtungen, Tröstende Worte, Begleitung von Kindern am Trauerweg, Wenn Lebensanfang und Lebensende zusammenfallen, Tiere als Trauerbegleiter, Klangschalenarbeit und Humor in der Trauerarbeit.

Ein besonders wertvolles Buch, das zu lesen sich für jede/n lohnt, bleibt uns doch allen der eigene Tod nicht erspart und sich in guten Tagen damit beschäftigt zu haben, gibt die Kraft, wenn man sie später braucht.

   
Mehr Info zu In der Erinnerung ankern

Esther Fischinger, In der Erinnerung ankern. Die Trauer von Kindern und Jugendlichen mit Memory Books begleiten. V&R, 2017, 107 S., Eur 30,60

In der Begleitung trauernder Kinder bietet sich neben den stabilisierenden Gesprächen ein „tätiges Erinnern“ an die verstorbene Bindungsperson an. In einem Memory Book wird Erlebnissen mit allen Sinnen nachgespürt, assoziatives Material gesammelt und gestaltet.

So können biographische Verwurzelungen kartographiert werden und stärkende Bindungs-erfahrungen über den Tod hinaus Einfluss nehmen auf den identitätsstiftenden Prozess des Trauerwegs. Das Buch der Kindertherapeutin Esther Fischinger zeigt dies exemplarisch und äußerst anschaulich anhand der Geschichte von Merle und ihrem Memory Book.

Obwohl viele Erwachsene denken, sie können den Schmerz des Verlustes eines geliebten Menschen für Kinder geringer halten, wenn sie nicht über den Verstorbenen sprechen, ist genau das Gegenteil der Fall. Memorybooks stellen einen sehr wertvollen Beitrag zu Trauerbewältigung dar, was Esther Fischinger hier großartig vermittelt. Ein Buch, dessen Inhalt auch stark im pädagogischen Kontext von LehrerInnen, KindergärtnerInnen und FreizeitpädagogInnen einfließen sollte.

   

Roddy Doyle, Freya Blackwood, Ganz die Mutter. Carl Auer, 2014, 39 S., Eur 20,60

Als Hannas Mutter starb, war Hanna erst 3 Jahre alt. Ihren Vater trifft der Verlust so schwer, dass er (fast) alles, was ihn an seine geliebte Frau erinnert, wegräumt. So findet Hanna im ganzen Haus auch keine Bilder von ihrer Mutter und eines Tages weiß sie nicht mehr, wie ihre Mutter aussah....

Ein sehr liebevolles, sensibles Buch, das zeigt, wie wichtig es ist, auch Schmerzhaftes anzusprechen und vor allem "Platz zu lassen für ein kleines Wunder".

   
Wie Kinder Verlust erleben

Stephanie Witt-Loers, Wie Kinder Verlust erleben. ...und wie wir hilfreich begleiten können. V&R, 2016, 158 S., Eur 16,50

Wie reagiere ich am besten, wenn der geliebte Hamster meines Kindes stirbt oder wenn der geliebte Teddybär verloren geht? Wenn Kinder trauern, brauchen sie Unterstützung und Halt. Stephanie Witt-Loers bietet eine Orientierungshilfe für Eltern, Großeltern und wichtige Bezugspersonen, damit Kinder in Verlustsituationen bestmöglich begleitet und unterstützt werden. Trauer gehört auch für Kinder zum Lebensalltag. Kinder trauern, aber sie trauern anders und empfinden andere Dinge als Verlust als Erwachsene. Das Buch stellt nicht den Tod eines geliebten Menschen in den Vordergrund, sondern all jene Abschieds- und Trennungs-situationen, die für Kinder bis ca. 12 Jahre belastend sein können. Stephanie Witt-Loers gibt einen Überblick über kindliche Entwicklungsphasen und über die möglichen Reaktionen sowie individuellen Verarbeitungsstrategien der Kinder.

Dass es nicht immer nur die "großen Tragödien", wie zB der Verlust eines geliebten Menschen sind, sondern Kinder viele Verluste im Laufe ihrer Kindheit erleben, und gerade da einerseits Unterstützung brauchen und andererseits Trauerbewältigung und den Umgang mit starken Emotionen lernen können, vermittelt die Autorin sehr anschaulich. Zahlreiche Buchtipps für Erwachsene und kreative Rituale komplettieren das Thema. Für alle Menschen, die mit Kindern zu tun haben!

   
Kinder trauern anders. Wie wir sie einfühlsam und richtig begleiten

Gertrud Ennulat, Kinder trauern anders. Wie wir sie einfühlsam und richtig begleiten. Herder, 11. Aufl. 2015, 158 S., Eur 10,30

Das Buch ist laut Autorin Kindern gewidmet, die bereits in frühem Alter Erfahrungen mit dem Sterben in ihrer Familie machen müssen. Ihre Beispiele beziehen sich jedoch auf Kinder, die sich schon gut verbal ausdrücken können. Wir würden es daher für das Grund-/Volksschulalter empfehlen. Spezifisch geht Gertrud Ennulat auf den Tod eines Elternteils, eines Geschwisterchens und auch das Thema plötzliche Todesfälle durch Unfall, Kindstod, Suizid ein. Die Beispiele aus einzelnen Familien verdeutlichen gut was Kindern hilft und wo es wichtig ist, gut hinzusehen und zu hören.

   
Handbuch Kindertrauer

Franziska Röseberg, Monika Müller (Hg.), Handbuch Kindertrauer. Die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. V&R, 2014, 547 S., Eur 51,50

Ein sehr umfangreiches Handbuch, das auf die Themen „Wenn Eltern erkranken und sterben“, „Wenn Kinder sterben“, „Familien mit Kindern im Kontext der Palliativmedizin“, „Trauernde nach einem Suizid“ und den Tod naher Bezugspersonen genauso eingeht, wie auf Trauerbegleitung und spezifische Trauerbegleitungsangebote. Der Schwerpunkt liegt auf den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. ExpertInnen aus Deutschland, Amerika, Groß Britannien, den Niederlanden, Australien, Österreich bieten ein breites Spektrum an Erfahrungen. 

   
Trauernde Jugendliche in der Familie

Stephanie Witt-Loers, Trauernde Jugendliche in der Familie. V&R, 2014, 156 S., Eur 15,50

Mit dem Tod eines Angehörigen sind alle Familienmitglieder gezwungen sich mit extremen Gefühlen auseinanderzusetzen. Unvorbereitet. Nicht selten zerbrechen ganze Familien daran. Dieses wertvolle Buch widmet sich der Trauer von Jugendlichen, ihren möglichen Reaktionen – die für Erwachsene oft nicht ersichtlich oder sehr extrem und befremdend sind, und wie Jugendliche hilfreich begleitet werden können.

   
Mehr Info zu Trauernde Jugendliche in der Schule

Stephanie Witt-Loers, Trauernde Jugendliche in der Schule. V&R, 2. Aufl. 2015, 134 S.,

Eur 18,60

Wenn ein/e Mitschüler/in stirbt oder Jugendliche innerhalb der Familie mit einem Todesfall konfrontiert sind, kann sich auch die Schule dem Thema nicht verschließen. Jugendliche können sehr gut mit diesen extremen Erfahrungen umgehen und sich auch gegenseitig Halt geben. Wichtig ist, sie dahingehend zu unterstützen, dass alle ihre Emotionen (bis hin zu eigenen Suizidgedanken) richtig und wichtig sind, sie zu informieren, wo es um Hintergrund-informationen zum aktuellen Todesfall geht und gegebenenfalls ein gemeinsames Ritual anzubieten. Stephanie Witt-Loers bietet mit ihrem Buch die passende Unterstützung dafür. Sehr empfehlenswert!

   

Magdalena Reinthaler, Hannes Wechner, Plötzlich bist du nicht mehr da. Tod und Trauer von Jugendlichen. Tyrolia, 2. Aufl. 2014, 141 S., Eur 14,95

Herausgegeben von der katholischen Jugend Österreich gibt das Buch einen sehr guten Einblick, wie Jugendliche trauern und wie sie hilfreich bei Todesfällen begleitet werden können. Auch wenn der Schwerpunkt sehr auf christlichem Glauben liegt, können die Rituale und beschriebenen Projekte mit leichten Änderungen für alle Glaubensrichtungen übernommen werden.

Sehr empfehlenswert für alle, die mit Jugendlichen arbeiten.

   
Tabuthema Trauerarbeit

Margit Franz, Tabuthema Trauerarbeit. Kinder begleiten bei Abschied, Verlust und Tod.

Don Bosco, 8. Aufl. 2015, 264 S., Eur 20,60

Mit Kindern über einen Todesfall zu sprechen gehört sicher zu den schwierigsten Aufgaben, die Erwachsenen zufallen, erst recht, wenn sie selbst mitbetroffen sind. In ihrem Buch „Tabuthema Trauerarbeit“ widmet Margit Franz den ersten Teil der eigenen Selbsterfahrung mit dem Thema, gefolgt wie Kinder Tod erleben und einem praktischen Teil wie Kinder hilfreich unterstützt werden können. Der Altersschwerpunkt liegt auf den 3-8jährigen. Sehr empfehlenswert für Kindergarten und VolksschulpädagogInnen.

   
Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse

Diana Hillebrand, Stefanie Duckstein (Illustrationen), Hannah lüftet Friedhofsgeheimnisse.

Eine Geschichte über den Tod und was danach kommt. Kösel, 216, 155 S., Eur 17,50

Hannah ist eine "Nachfragerin" und so kann sie nicht umhin, sich auch viele Gedanken zum Tod zu machen. Nach und nach klärt sie alle Fragen für sich und die LeserInnen sind ganz verzaubert von der Leichtigkeit mit der Hannah dieses für viele "schwere" Thema behandelt.

Ein ganz lebendiges, sprühendes Buch über alles was mit dem Tod zusammenhängt.

Gut zu lesen bevor ein Todesfall eintritt!

 

   
Briefe, die zum Himmel fliegen

Marielle Seitz, Briefe, die zum Himmel fliegen. Trauerhilfebuch für Kinder. Ein Familienbuch.

Kösel, 2016, 160 S., Eur 23,70

Wenn Kinder dem Tod begegnen, fehlen ihnen häufig Worte, um über ihre Gefühle sprechen zu können. Mit der hier vorgestellten neuen Praxis finden Kinder einen Weg, ihre Fragen, Phantasien und Ängste zu verbalisieren und sich darüber in der Familie auszutauschen.

Die von Kindern gemalten und geschriebenen Bilder spenden Trost und sind anregend für den Umgang mit Trauer. Das Buch basiert auf dem Kunstprojekt „L(i)ebensbriefe“. Die von den Kindern gestalteten Briefe werden luftig aufgehängt präsentiert und bringen die Besucher der Ausstellungen ins Gespräch über Tod und Trauer. Sie vermitteln Trost und trotz des eigentlich traurigen Themas, gibt viele heitere Momente.

Das Buch stellt für Erwachsene eine große Hilfestellung dar. Sie lernen, worauf bei Kindern je nach Altersentwicklung zu achten ist und wie sie mit Kindern Tod - ob vom Goldfisch oder der Oma - gut ins Leben integrieren können. Durch die Leichtigkeit der Bilder fein zu lesen und anzusehen.

   
Der Zauber meines viel zu kurzen Lebens

Kate Gross, Der Zauber meines  viel zu kurzen Lebens. Diana, 2015, 207 S., Eur 15,50

Kate Gross ist vierunddreißig, als es heißt: Darmkrebs, Überleben ausgeschlossen. Ein Schock für sie selbst, eine Tragödie für Freunde und Familie, besonders für ihre dreijährigen Zwillingssöhne. Wie lebt eine junge Frau weiter, in deren Inneren ein Zellhaufen außer Kontrolle geraten ist? In zehn Kapiteln hinterlässt Kate Gross ihren Liebsten die vielen Geschichten, die sie zu der machten, die sie ist. Mit dem scharfen Blick eines Menschen, dem nicht mehr viel Zeit bleibt, hält sie die Welt an und erzählt uns von der Schönheit des Lebens.

Verzweifeln und mit Gott und der Welt hadern, warum ihnen das passiert, ist eine Möglichkeit mit der Diagnose eines absehbaren baldigen Endes umzugehen. Es dankbar noch einmal Revue passieren zu lassen und den liebsten Menschen so ein Stück Liebe und Lebensfreude zu hinterlassen, ein anderer. Kate Gross hat den zweiten Weg gewählt und ihr Buch wurde Sunday Times Nr.1 Bestseller und ein Aufruf an alle Menschen das Geschenk des Lebens dankbar wertzuschätzen und dazu beizutragen, die Welt ein Stückchen heller zu verlassen als wir sie vorgefunden haben.

   
Das Mysterium vom Leben und Sterben

Marilyn Schlitz, Das Mysterium vom Leben und Sterben. Die Angst vor dem Tod verlieren und erfüllter leben. Trinity, 2016, 301 S., Eur 18,50

Vor dem Tod fürchten sich viele Menschen, daher wird das Thema im Alltag gern verdrängt. Könnte es jedoch sein, dass es uns inspirieren würde, unser Leben bewusster zu genießen, wenn wir bereit wären, unserer Endlichkeit ins Auge zu blicken? Die amerikanische Anthropologin Marilyn Schlitz, die sich in jungen Jahren selbst zweimal an der Schwelle zwischen Leben und Tod befand, beleuchtet in ihrem Buch alle Aspekte rund um das »Tabuthema« Tod. Sie lässt Weisheitslehrer aus allen Traditionen und Glaubenssystemen ebenso zu Wort kommen wie Wissenschaftler, Philosophen und Betroffene, die damit konfrontiert sind, einen geliebten Menschen zu verlieren, oder sich auf ihr eigenes Sterben vorbereiten. Darüber hinaus regen uns die kurzen praktischen Übungen am Ende jedes Kapitels an, das Gelesene aktiv und bewusst zu vertiefen. So nimmt uns das Buch mit auf eine kulturübergreifende, bewegende und tiefgründige Reise mit dem Ziel, die Angst vor dem Tod zu verlieren und das Leben so intensiv auszukosten wie möglich.

Eine sehr empfehlenswerte Beleuchtung des Themas Tod von allen Wissenschaften und Traditionen und Philosophien - für alle, die tiefer sehen und entspannter leben wollen.

   
Der Wurm in unserem Herzen

Sheldon Solomon, Jeff Greenberg, Tom Pyszczynski, Der Wurm in unserem Herzen. Wie das Wissen im die Sterblichkeit unser Leben beeinflusst. DVA, 2016, 367 S., Eur 23,70

Als Wurm im Herzen des Menschen bezeichnete der amerikanische Psychologe und Philosoph William James einst das Wissen um unsere Vergänglichkeit. In einer faszinierenden Studie, die auf zahlreichen Versuchen beruht, schildern die amerikanischen Psychologen Solomon, Greenberg und Pyszczynski, wie sehr die Furcht vor dem Nicht-mehr-Sein unser alltägliches Leben beeinflusst – häufig unbewusst. Menschen, die in bestimmten Situationen vor Entscheidungen gestellt werden, reagieren anders, wenn sie zuvor mit dem Gedanken an ihre Sterblichkeit konfrontiert wurden: So fällt ein Richter ein härteres Urteil gegen eine Angeklagte, die moralische Normen verletzt hat, und Studenten beurteilen Kritik am eigenen Land negativer. 
Zwei Dinge, so zeigen die Autoren, spielen eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Furcht: unsere Geborgenheit in einer Kultur, die für Sinnstiftung und eine umfassende Ordnung sorgt, sowie das Gefühl jedes Individuums, ein bedeutungsvolles Leben zu führen. Sie sind der Antrieb für die kulturellen Leistungen der Menschen, für unsere Loyalitäten, aber andererseits auch für Unruhen und Kriege. Ein Buch voll überraschender Einsichten!

Kurzweilig, spannend, lehrreich und ungemein be-lebend! Eines der Must-Have-Bücher des Jahres 2016!

   
Damit der Tod als Freund kommt

Bernard Jakoby, Damit der Tod als Freund kommt. Wie wir im Sterben Gelassenheit und Frieden finden. nymphenburger, 2016, 124 S., Eur 17,90

Die meisten Menschen haben eine Scheu davor, über den Tod auch nur nachzudenken und machen sich damit das Leben schwer. Dabei lässt sich gutes Sterben lernen, und man sollte dies am besten tun, solange es einem gut geht. Wie sieht es mit Ihnen aus?

Haben Sie Ihr Leben gut gelebt? Sind Sie mit sich im Reinen und zufrieden mit dem Leben, das Sie bisher geführt haben? Ist da noch Unerledigtes in Ihrem Leben? Gibt es Dinge, die Sie noch gerne tun würden? Tun Sie sie JETZT!

Die 9 Stufen guten Sterbens - kostbar, weise und unverzichtbar für jedermann und jede Frau.

   
Buchtitel: Meine Trauer wird dich finden

Roland Kachler, Meine Trauer wird dich finden. Ein neuer Ansatz in der Trauerarbeit. Kreuz,

13. Aufl. 2014, 178 S., Eur 15,40

Der Autor, Psychotherapeut mit Erfahrung in Trauerbegleitung, spürt nach dem Unfalltod seines 16-jährigen Sohnes, dass die Trauermodelle, zu denen er selbst seinen Patienten geraten hatte, ihm nicht helfen konnten, seinen Schmerz zu überwinden. Deshalb hat er einen neuen Weg der Trauerbewältigung gesucht und gefunden. Statt den Verstorbenen "loszulassen", zielt die Methode des Autors darauf, dass, was an Liebe für den Verstorbenen bei den Lebenden geblieben ist, so zu kompensieren, dass der Tote in einer anderen Weise bei den Lebenden bleiben kann, ohne dass daraus seelische Störungen erwachsen. Die praktischen Übungen, Hinweise und Tipps am Ende jedes Kapitels helfen, diesen neuen Weg zu gehen.

Die 13. Auflage zeigt, dass es sich bei diesem Buch um ein wirklich hilfreiches handelt, das sich schon dadurch auszeichnet, dass der Autor jeden Schritt selbst gegangen ist. Sehr hilfreich mit vielen Übungen und Ritualen - für Begleitende und für Trauernde

   
Buchtitel: Was bei Trauer gut tut

Roland Kachler, Was bei Trauer gut tut. Hilfe für schwere Stunden. Kreuz, 3. Aufl. 2015, 115 S., Eur 10,30

Mit sehr viel Erfahrung beschreibt Roland Kachler in kurzen Abschnitten den Weg vom Erfahren der Todesnachricht über die erste Zeit der Verzweiflung bis zu dem Zeitpunkt wo der Verstorbene im Leben einen neuen Platz gefunden hat. Zahlreiche hilfreiche Handlungen, Gesten, Rituale beantworten gleichzeitig auch bei vielen auftauchende Fragen nach "geht das? Kann ich das tun?" und so entlastet dieses kleine Büchlein gleichzeitig sehr. Sehr empfehlenswert!

   

William J. Worden, Beratung und Therapie in Trauerfällen. Ein Handbuch. 4. überarbeitete u. erweiterte Auflage 2011, 291 S., Eur 24,95

William Worden geht in den Kapiteln

  1. Bindung, Verlust und Trauererfahrung
  2. Der Trauerprozess
  3. Die Mediatoren der Trauer
  4. Trauerberatung
  5. Komplizierte Trauer
  6. Trauertherapie
  7. Besonders schwer zu verarbeitende Todesfälle
  8. Trauer im Familiensystem
  9. Die Trauer der Beratenden
  10. Ausbildung zur Trauerberatung

sehr detailliert auf den Trauerprozess ein. Im Gegensatz zu anderen Trauerzugängen, wo Trauer als Prozess dargestellt wird, spricht Worden von "Traueraufgaben", die der Hinterbliebene zu erfüllen hat, um seine Trauer verarbeiten zu können. Darunter fallen u.a. den Verlust akzeptieren, den Schmerz verarbeiten, eine dauerhafte Verbindung mit dem Verstorbenen inmitten des Aufbruchs in ein neues Leben finden.

Ein Standardwerk - für Therapeutinnen und Therapeuten, die gerade erst auf diesem Spezialgebiet zu arbeiten beginnen, ebenso wie für erfahrene Fachkräfte.

   
Buchtitel: Ich begleite dich durch deine Trauer

Jorgos Canacakis, Ich begleite dich durch deine Trauer. Förderliche Wege aus dem Trauerlabyrinth. Kreuz, Neuausgabe 2013, 143 S., Eur 17,50

Seit vielen Jahren begleitet Jorgos Canacakis Trauernde mitfühlend und sicher auf ihrem Weg durch den Schmerz hin zu neuer Lebensenergie. Dabei gibt er leicht verständliche und sensible Anleitungen zu verschiedenen Meditationen und Imaginationsübungen. Er geht auf alle Arten von Verlust ein und zeigt nicht nur Trauer-, sondern gleichzeitig Lebensalternativen auf. Ein Kompass durch das Land der Trauer.  Jorgos Canacakis weiß, dass Trauer viele Ausdrucksformen hat - Zynismus, überflutende Tränen, Versteinerung, Erkaltung, Jammer, gebrochen sein... Er bleibt mit seinem Buch nicht nur bei der Trauer durch Tod eines geliebten Menschen, er widmet auch der Trauer nach dem Tod eines Haustieres, dem Verlust der Heimat und des Arbeitsplatzes einige Zeilen.

Für Trauernde und Helfende.

   
Das Buch der Trauer

Jorge Bucay, Das Buch der Trauer. Wege aus Schmerz und Verlust. Fischer, 2015, 267 S.,

Eur 17,50

In diesem Buch fächert der Autor die ganze Vielfalt der Verluste auf, mit denen wir uns im Leben konfrontiert sehen. Er beschreibt, wie Trauer und Schmerz zusammengehören, wie man den Weg der Tränen geht, beschreibt die Trauerphasen anhand von physischer Wundheilung, zeigt, wo Trauer zu chronischer Trauer wird, geht auf Trauer nach einem Todesfall ein, genauso wie auf Trauer bei anderen Verlusten und wie man trauernden Menschen hilfreich beistehen kann.

   
Buchtitel: Trauern

Verena Kast, Trauern. Phasen und Chancen des psychischen Prozesses. Kreuz, 4. Aufl. 2015, 222 S., Eur 20,60

Trauern ist ein natürlicher Wandlungsprozess und gleichzeitig der schwierigste. Neben dem Verlust eines geliebten Menschen stellt uns die Erfahrung von Leben und Tod gleichzeitig auch vor die Sinnfrage unseres Lebens. In den Kapiteln Todeserfahrung, Träume als Wegweiser, Probleme bei unterdrückter Trauer, Symbiose und Individuation und Sterben ins Leben hinein, nimmt sich Verena Kast anhand vieler Beispiele dem Thema Trauer an.

   
Sich einlassen und loslassen. Neue Lebensmöglichkeiten bei Trauer und Trennung

Verena Kast, Sich einlassen und loslassen. Neue Lebensmöglichkeiten bei Trauer und Trennung. Herder, 25. Aufl. 2015, 157 S., Eur 10,30

Nicht-wahrhaben-wollen (1), aufbrechende Emotionen (2), suchen – finden – sich trennen (3) und neuer Selbst- und Weltbezug (4) sind die 4 Phasen in die Verena Kast Trauer einteilt. Sie weist auch darauf hin, dass Trennungen, genau wie Todesfälle betrauert werden müssen, um geheilt zu neuen Ufern aufbrechen zu können. Sehr wertvoll ist auch das Kapitel „Vom Umgang mit der Trennungsangst“, die wahrgenommen und angenommen werden muss, da radikale Trennungen immer im Raum stehen. Ein sehr empfehlenswertes Buch für Betroffene und BeraterInnen.

   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
  Nach Oben